Austausch-Abenteuer ÅlesundLernerfolge für Yvonne in Norwegen

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Azubi Yvonne aus Ochtrup lernt drei Wochen in Norwegen!

Nach stressiger Anreise – der Koffer war leider nicht so schnell wie Yvonne – gibt’s gleich einen informativen Schul-Start. Schul-Start? Ja, eine einführende Besichtigung der Berufsschule! In Norwegen ist die Ausbildung nämlich anders strukturiert. Das „System 2+2“ umfasst zwei Jahre Berufsschule für allgemein bildende Grundlagen, Theorie und Training, dem dann zwei Jahre Betriebspraxis und ein Examen folgen, das der Gesellenprüfung entspricht (Quelle: http://utdanning.no/studiebeskrivelse/frisorfag). Und schon in der Schule wird die Praxis ausführlich simuliert: Es gibt dort Klassenräume, die wie ein Salon professionell mit allem Notwendigen ausgestattet sind.

Yvonne findet das spannend, freut sich aber auch auf die Betreuung richtiger Kundinnen und Kunden im Team, als es bald darauf in „ihren“ Salon geht. Ein junger Betrieb, erst im vergangenen Dezember von drei sympathischen Kolleginnen gegründet. Fegen, Aufräumen, Shampoonieren, Haare glätten, Strähnchen bei einer Kollegin: Yvonne werden zunächst Aufgaben übertragen, die ihr längst mehr als geläufig sind – die Herausforderung besteht eigentlich eher in der Verständigung. Und auch die klappt schnell überraschend gut!

Interessante Besichtigungen (unter anderem geht es ins berühmte Hurtigruten-Ziel Geiranger), eine Party und Grillen am Meer sorgen am ersten Wochenende für den nötigen Freizeitausgleich, ehe die zweite Arbeitswoche beginnt. Besonders fasziniert Yvonne in dieser Woche, dass man tatsächlich nur durch Zuschauen lernen kann. Dienstags findet ein dreistündiger Make up-Kurs auf Norwegisch statt, dem sie problemlos folgt.

Waschen, legen, klönen…

Der größte Unterschied zwischen dem Salonalltag in Norwegen und in Deutschland liegt für Yvonne im entspannteren Umgang miteinander: „Man hat hier mehr Zeit für den Kunden und nimmt sie sich auch, wenn der Kunde reden will. Dann bleibt der Föhn mal kurz aus oder die Schere wird zur Seite gelegt, der Smalltalk geht vor.“

Die Arbeitszeiten seien dennoch streng geregelt und limitiert, berichtet sie. Man arbeitet maximal acht Stunden am Tag. Was darüber hinausgeht, wird extra bezahlt. Die grundsätzlich stundenweise Bezahlung sichert gute Verdienstmöglichkeiten. Hinzu kommt, dass ausgeübte Berufsjahre, praktische Kenntnisse und Erfahrungen eine große Rolle spielen und entsprechend honoriert werden. Beeindruckt hat Yvonne auch, dass das Friseurhandwerk in der norwegischen Gesellschaft sehr viel Wertschätzung genießt. Ungefähr so wie Kunsthandwerk – was wunderbar zur SchönerMacher-Philosophie passt!

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Abschließend bittet Yvonne die Redaktion unserer SchönerMacher-Webseite, ein Riesen-Dankeschön an alle zu übermitteln, die ihr den Austausch ermöglicht und sie unterstützt haben: die Geschäftsführer von Hair Fashion und das Team Ochtrup, Freund Marcel, der ein offenes Ohr hatte, wenn´s doch mal ein bisschen Heimweh gab, und Mutter Bettina, die sogar extra ein neues Gästezimmer im Haus liebevoll einrichtete, ehe im März Austauschgast Anndrea aus Norwegen zu Besuch kam. „Danke an alle!!! Ich freue mich auf meine Heimat, die gewohnte Umgebung und die tollen Leute :-) Lieben Gruß, Yvonne“.